IT-Sicherheit steht heute auf fast jeder Management-Agenda. Künstliche Intelligenz ist als fester Bestandteil unseres Arbeitsalltags nicht mehr wegzudenken. Die Investitionen steigen, die Zahl der eingesetzten Sicherheitslösungen ebenfalls. Und trotzdem bleibt eine zentrale Frage häufig offen: Sind wir wirklich handlungsfähig, wenn ein Risiko entsteht?
Während KI den Arbeitsalltag erleichtert, Arbeitsprozesse beschleunigt und insbesondere repetitive Aufgaben übernimmt, öffnet sie gleichzeitig die Türen für Angreifer, die sich diese Hilfsmittel zunutze machen. Mit dem zunehmenden Einsatz von KI wird diese Herausforderung größer.
Das liegt selten an fehlender Technologie. Die meisten Unternehmen verfügen über leistungsfähige Sicherheitswerkzeuge, umfangreiche Berichte und regelmäßige Risikoanalysen. Die eigentliche Herausforderung beginnt danach und betrifft die Umsetzung. Risiken werden erkannt, aber nicht immer klar priorisiert, Verantwortlichkeiten bleiben unklar und Maßnahmen verlieren sich im Tagesgeschäft.
Neben Mitarbeitenden greifen auch technische Identitäten, Automatisierungen und zunehmend KI-basierte Agenten auf Systeme und Daten zu. Unternehmen müssen deshalb nicht nur wissen, was passiert ist, sondern vor allem:
- Welche Assets sind betroffen?
- Wer oder was hat Zugriff?
- Welche Risiken sind geschäftskritisch?
- Und wer muss jetzt handeln?
Genau hier entsteht die Lücke zwischen Erkennen und Handeln. Sicherheitsinformationen entfalten ihren Wert erst dann, wenn sie in klare Entscheidungen, Prozesse und Verantwortlichkeiten übersetzt werden. Ohne Priorisierung nach Business-Relevanz bleibt Cyber Security ein abstraktes IT-Thema. Mit klarer Steuerung wird sie zu einem integrierten Bestandteil der Unternehmensführung.
Von isolierten Sicherheitsdaten zu steuerbaren Entscheidungen
Statt weiterer Einzellösungen brauchen Unternehmen eine zentrale Steuerungsebene. Sie muss Sicherheitsinformationen aus unterschiedlichen Quellen zusammenführen, in den Geschäftskontext einordnen und daraus konkrete Maßnahmen ableiten.
Hier liegt die Stärke von Plattformansätzen wie ServiceNow. Mit seinen umfangreichen Lösungen bietet es die Möglichkeit, die für die IT-Sicherheit relevanten Informationen, auch aus Drittsystemen wie zum Beispiel SIEM-Systemen und Schwachstellen-Scannern, direkt in der Plattform zu managen. Sicherheitsinformationen werden nicht isoliert betrachtet, sondern mit Business Services, Prozessen, Teams, Policies und Verantwortlichkeiten verbunden. Dank der integrierten CMDB (Configuration Management Database) werden diese Informationen mit den betroffenen Konfigurationselementen (beispielsweise ein Server, eine Anwendung, eine Datenbank, ein Netzwerkgerät, ein Cloud-Service oder auch ein Business Service) verknüpft. Diese Verknüpfung somit unter anderem einen direkten Überblick über die betroffenen System ermöglicht. Dadurch wird sichtbar, welche Risiken wirklich relevant sind, welche Maßnahmen Priorität haben und wie deren Umsetzung dokumentiert und überprüft werden kann. So bietet ServiceNow neben der zielgerichteten und effizienten Bearbeitung von Schwachstellen und Sicherheitsvorfällen auch umfassende Möglichkeiten des zielgruppenorientierten Reportings, um so jederzeit über den aktuellen Sicherheitsstand der eigenen IT-Landschaft informiert und aussagefähig zu sein.
Die konsequente Weiterentwicklung der ServiceNow‑Plattform im Bereich Security zeigt, wie stark der Fokus mittlerweile auf Umsetzung und Steuerbarkeit liegt. Ein aktuelles Beispiel ist die Akquisition von armis, Veza und Moveworks.
ServiceNow Akquisition von Armis, Veza und Moveworks
Mit der Akquisition von armis schließt ServiceNow eine der größten Lücken moderner IT-Security und reagiert damit gezielt auf eine zentrale Kundenherausforderung, die Lücke zwischen Sichtbarkeit und wirksamer Risikosenkung.
Armis liefert Transparenz über nahezu jedes verbundene Asset in Echtzeit und geht damit auf die neue Bedrohungen von nicht verwalteten (unmanaged) und IoT-Geräten ein. Im Kern handelt es sich bei der Erweiterung um einen agentenlosen Scanner, welcher das Unternehmensnetzwerk passiv und nicht-invasiv überwacht. Basierend auf den Ergebnissen dieser Echtzeitanalyse und einem enormen Asset-Datensatz (über 6 Milliarden Assets) ist Armis in der Lage, bereits einen großen Teil der vorhandenen Netzwerkkomponenten zu identifizieren, ohne hierfür einen aktiven Scan durchführen zu müssen. Je nach Bedarf kann Armis entsprechend der jeweiligen Anforderungen weiter skaliert werden. So kann mittels Armis das Verhalten der Assets im Netzwerk analysieren, um Risiken und Angriffe zu erkennen und Schwachstellen zu identifizieren, welche potenziell zukünftige Risiken begünstigen
Veza ergänzt diese Sicht um Identity Intelligence und macht sichtbar, welche menschlichen, maschinellen oder KI‑basierten Identitäten Zugriff auf welche Ressourcen haben. So bietet Veza Kontrolle über die Berechtigungen im Unternehmen. Mittels vielfältiger Integrationen, wird dem Tool Zugang zu der eingesetzten Unternehmens-Software erteilt. Dort ermittelt es dann, wer worauf Zugriff hat, und stellt dies in einer einheitlichen Sicht mittels seiner Zugriffsgrafik toolunabhängig dar. Dies ermöglicht Transparenz über die bestehenden Berechtigungen im Unternehmen. Eine Echtzeit-Risikobewertung ermöglicht darüber hinaus eine Priorisierung der Prüfungen und automatisierte Behebungs-Workflows unterstützen bei erforderlichen Justierungen. Im Hinblick auf die steigenden rechtlichen Anforderungen zum Einsatz von KI in Unternehmen ist die Tatsache, dass Veza die Berechtigungen über alle Identitätstypen hinweg betrachtet – angefangen bei menschlichen Identitäten, über nicht-menschliche (technische) Identitäten bis hin zu autonomen KI–Agenten.
Moveworks macht das Trio komplett und stellt Mitarbeitenden einen zentralen KI-Assistenten zur Verfügung, über den sie in natürlicher Sprache Fragen stellen oder Aufgaben auslösen können. Der Assistent greift dabei plattformübergreifend auf Unternehmenssysteme wie ServiceNow, Microsoft 365, SharePoint, Teams, Slack, SAP, Workday oder Salesforce zu.
ServiceNows bewusste Erweiterung um diese drei Tools demonstriert die Möglichkeiten, die ServiceNow, bietet, um mit den rasanten Entwicklungen im IT-Bereich nicht nur Schritt zu halten, sondern Unternehmen Kontrollmechanismen und somit einen sicheren Rahmen an die Hand zu geben, jederzeit einen strategischen Gesamtblick auf sicherheitsrelevante Themen im Unternehmen zu erhalten. Diese proaktiven Maßnahmen ermöglichen es schnell und zielgerichtet auf Abweichungen reagieren zu können, ein essenzieller Schritt zur Steuerung von KI. Wir bei agineo unterstützen Sie gern dabei, mit diesen Tools den nächsten Schritt in die Zukunft zu gehen.
So wird deutlich, wie ServiceNow Sicherheit für Unternehmen im Plattform-Kontext priorisiert. Es geht nicht um das Bündeln einzelner Programme und Tools, sondern um Sicherheit als Kernbaustein der ganzheitlichen Unternehmensführung. Risiken werden nicht isoliert betrachtet, sondern im geschäftlichen Kontext priorisiert und in konkrete Maßnahmen überführt.
Was das für Unternehmen bedeutet
Für Entscheider ergibt sich daraus ein klarer Mehrwert:
- Mehr Transparenz: Sichtbarer Zusammenhang zwischen Assets, Identitäten und Risiken
- Bessere Priorisierung: Risikobewertung nach ihrer Business-Relevanz
- Schnellere Entscheidungen: Verantwortlichkeiten und Maßnahmen sind klarer zugeordnet
- Mehr Nachvollziehbarkeit: Umsetzung, Prüfung und Dokumentation werden systematisch unterstützt
- Höhere Resilienz: Sicherheitsrisiken werden gezielt bearbeitet und entsprechen regulatorischen Anforderungen
Sicherheit wird damit messbar, steuerbar und anschlussfähig an strategische Unternehmensziele.
Die Rolle von agineo: Sicherheit wirksam machen
Technologie allein schafft diesen Mehrwert jedoch nicht. Erst die richtige Anwendung macht Technologie wirklich nützlich. Genau hier setzt agineo an.
agineo unterstützt Unternehmen dabei, Security nicht als IT‑Projekt, sondern als unternehmerische Fähigkeit zu etablieren. Dazu gehören klare Verantwortlichkeiten, realistische Prozesse und eine sinnvolle Automatisierung, wobei das Geschäft stets im Mittelpunkt steht. Unser Fokus liegt darauf, Plattformen wie ServiceNow so zu gestalten, dass sie im Alltag funktionieren und messbaren Nutzen liefern.
Für uns ist Cybersecurity keine Frage der neuesten Technologie, sondern der Fähigkeit, Risiken zu erkennen, Entscheidungen zu treffen und konsequent umzusetzen. Genau darin sehen wir den Schlüssel zu nachhaltiger Sicherheit.





